Solar Neigungswinkel Tabelle – der Winkel macht den Unterschied

Der Einsatz von Solaranlagen auf privaten und gewerblichen Dächern gewinnt zunehmend an Bedeutung, nicht nur wegen der wachsenden Umweltbewusstsein, sondern auch wegen der attraktiven Einsparpotenziale. Eine zentrale Rolle für die Effizienz einer Solaranlage spielt dabei die Ausrichtung und Neigung des Daches. Je besser diese beiden Faktoren auf die Solarzellen abgestimmt sind, desto höher ist der Energieertrag.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die optimalen Dachneigungen und -ausrichtungen für Solaranlagen und wie sich diese auf die Ertragsleistung auswirken.

Tabelle: Ertragsleistung in Abhängigkeit von Dachausrichtung und Dachneigung

Die folgende Tabelle zeigt die Ertragsleistung einer Solaranlage in Prozent in Abhängigkeit von verschiedenen Dachausrichtungen und Dachneigungen. Hierbei wird die Ertragsleistung bei optimaler Ausrichtung und Neigung (Süd, 30 Grad) als 100 % angenommen.

Die Bedeutung von Dachausrichtung und Dachneigung

1. Dachausrichtung

Die Ausrichtung des Daches bestimmt, wie viel Sonnenlicht im Laufe des Tages auf die Solarmodule trifft. In Deutschland und anderen nördlichen Hemisphären ist eine Südausrichtung ideal, da hier die Sonne am längsten und intensivsten scheint. Aber auch eine leichte Abweichung nach Osten oder Westen kann akzeptable Ergebnisse liefern.

2. Dachneigung

Die Dachneigung beeinflusst den Einfallswinkel der Sonnenstrahlen auf die Solarmodule. Dieser Winkel sollte möglichst senkrecht sein, um die maximale Menge an Sonnenlicht einzufangen. Je nach geografischer Breite wird in Deutschland eine Neigung von 30 bis 35 Grad als optimal angesehen.

Analyse der Tabelle

Südausrichtung: Eine Ausrichtung nach Süden in Kombination mit einer Dachneigung von 30 Grad liefert die maximale Ertragsleistung. Mit einer Leistung von 100 % wird hier das volle Potenzial der Solaranlage ausgeschöpft.

Ost- und Westausrichtung: Bei einer Ausrichtung nach Osten oder Westen sinkt die Ertragsleistung. Eine Neigung von 30 Grad liefert in diesen Fällen noch etwa 85 % des maximal möglichen Ertrags.

Nordausrichtung: Eine Nordausrichtung ist am wenigsten effizient. Selbst bei optimaler Neigung von 30 Grad wird hier nur etwa 60 % des maximal möglichen Ertrags erzielt.

Fazit

Die Tabelle verdeutlicht, wie stark die Ertragsleistung einer Solaranlage von der Dachausrichtung und -neigung abhängt. Vor der Installation einer Solaranlage sollte daher unbedingt eine genaue Analyse des Daches erfolgen, um die optimale Positionierung der Solarmodule zu gewährleisten und so die bestmögliche Effizienz zu erreichen. Mit der richtigen Planung können auch Dächer, die nicht perfekt nach Süden ausgerichtet sind, eine lohnende Investition darstellen.