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Meyer Burger möchte Solarproduktion in Sachsen schließen

(Bild: Bing Image Creator)

In Deutschland dürfte es bald eine Solarmodul-Produktionsstätte weniger geben, denn der Solaranbieter Meyer Burger will seinen Standort in Freiberg schließen. Als Grund wird unter anderem die große Konkurrenz aus China angeführt sowie die mangelnde Unterstützung seitens der deutschen Politik. Nur falls die Bundesregierung bis zum 14. März 2024 handelt könnte eine Schließung noch abgewendet werden.

Das Unternehmen plant derzeit, die Produktion in der ersten Märzhälfte einzustellen und das Werk bis Ende April zu schließen. Rund 500 Arbeitsplätze sind dadurch bedroht, und die Unsicherheit belastet die Gemeinschaft. Der Schweizer Konzern gibt als Hauptgrund für diesen Schritt die fehlende politische Unterstützung an. Meyer Burger wirft China vor, seine Produkte zu Preisen anzubieten, die unter den Herstellungskosten liegen, dank massiver staatlicher Subventionen.

Im Gegensatz dazu handeln die USA bereits und ziehen mit einem Milliarden-Dollar-Investitionsprogramm erneuerbare Energieunternehmen an. Meyer Burger will deshalb eine Solarmodul-Fabrik in Nordamerika eröffnen, diese Entscheidung wurde allerdings unabhängig von den Problemen auf dem europäischen Markt getroffen und wurde angeblich nicht als Ersatz für den Standort in Deutschland geplant.

Die Reaktionen auf diese Entwicklung sind vielfältig. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig nennt die Schließung ein „alarmierendes Signal für den Industriestandort Deutschland“ und fordert die Bundesregierung auf, schnellstmöglich Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Solarmodul-Produktion zu schaffen. Bis zum 14. März muss es einen Beschluss über Resilienzboni oder vergleichbare Hilfen geben, um das Werk zu erhalten. Andernfalls dürfte der Standort dauerhaft geschlossen werden.